ERMO ist ein maritimer Krimi – eine abstrahierte Nacherzählung von Fouqués Märchen „Undine". Die düstere Atmosphäre erzählt vom Verlorengehen und dem Überwältigtsein im Angesicht des Übermächtigen. Von der Sehnsucht nach Abenteuer, nach der Ferne, nach dem Meer.
Die Arbeit ist teilweise in Portugal entstanden – einem Land, das seine Sehnsucht in die Wände schreibt. Die Azulejos an den Häuserfassaden erzählen von fernen Orten, vergangenen Zeiten, unerfüllten Begehren. Für uns wurden sie zu einem Symbol.
Das Video ist eine rotoskopierte Frame by Frame Animation. Aus Found-Footage entstand zunächst ein Vorlagenfilm, dessen Einzelframes auf A4 gedruckt wurden. Über 1800 Bilder übermalten wir anschließend mit Tempera, Acrylkreide und Buntstiften – Bild für Bild, Seite für Seite, bis ein bewegtes Gemälde entstand.
Die Rhythmik erschließt sich erst beim Schauen. Kein fließender Übergang, sondern ein Auftauchen und Verschwinden – wie eine Erinnerung, die man nicht ganz festhalten kann.
Entstanden ist die Arbeit in der ungewohnten Stille der Coronazeit – in einer blau gestrichenen, kreidestaubigen Wohnung, in der die Tage lang genug waren, um sich wirklich zu verlieren.
ERMO lief auf über 20 Filmfestivals, darunter das ITFS und das Kurzsüchtig, sowie auf Festivals im Ausland. Anfang 2023 gewann der Film einen Bronze Nagel beim ADC im Fachbereich Animation.
Ein Film von:
Benjamin & Elisabeth Geyer
Musik:
Benshi, Maryroadrecords
GEFÖRDERT DURCH:
die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH im Rahmen von Neustart Kultur mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien 
besonderen Dank an:
Franka Sachse, Geyer Familie, Sascha-André Knudsen, Mitja Schröder, Katy Gens, Luisa Krutyholowa